Zitat Roy Lichtenstein
ROY LICHTENSTEIN
Roy Lichtenstein gilt als einer der Begründer der Pop-Art in Amerika.
Geboren wurde Lichtenstein 1923 in New York als Kind einer Mittelstandsfamilie. Der Vater war Grundstücksmakler. Roy Lichtenstein besucht eine Privatschule, beginnt als Jugendlicher zu zeichnen und zu malen. Sein Interesse gilt zunächst der Portraitmalerei, seine Motive findet er in den Jazz-Clubs der 52. Straße und dem Apollo-Theater. Später malt er auch typische Straßenszenen von New York.
1940-42 absolviert er die High School, geht dann an die Ohio State University und beginnt ein Kunststudium. Er arbeitet mit Modellen, beschäftigt sich mit Stillleben in expressionistischer Art.
1943 folgt ein Militärdienst in England, Belgien, Frankreich und Deutschland. Nach Kriegsende zieht es Lichtenstein nach Paris, wo er die französische Sprache studiert.
Ab 1946 beginnt er das "Master of Fine Arts"-Studium in Ohio und nimmt eine Lehrtätigkeit auf. Lichtenstein beschäftigt sich inzwischen mit Kubismus, malt geometrische Figuren. 1949-1951 beendet er sein Studium als "Master of Fine Arts", es folgen erste Ausstellungen, die erste Einzelausstellung in der Carlebach Gallery in New York. Er beginnt Holz zu bearbeiten, erstellt verschiedene Objekte wie Indianer oder Pferde.
Es folgt der Umzug nach Cleveland, wo er nun als graphischer und technischer Zeichner arbeitet. Seine Arbeiten zeigen zunehmend amerikanische Themen, so entsteht 1956 eine humorvolle Litographie einer 10-Dollar-Note, die sehr echt wirkt. Ein erstes Zeichen in Richtung Pop-Art.
1958 folgt eine Einzelausstellung in der Condon Riley Gallery in New York mit abtrakten expressionistischen Bildern. Für seine Kinder zeichnet er gelegentlich Comic-Figuren von Walt Disney. Mit einem Experiment beginnt dann die Erfolgsstory - Lichtenstein malt für seine Kinder kleine Kaugummipapierchen ab und kommt auf die Idee, ein Papier ganz groß zu reproduzieren. Das Ergebniss gefällt ihm, der erste Schritt zur Pop-Art ist gemacht.
1961 imitiert er industrielle Drucktechniken, malt Comic-Serien direkt auf grundierte Leinwände. Vorlagen für die Werke sind nun oft Haushaltsgegenstände, Konsumgüter und Bilder der Werbung.
In 1962 folgt eine Einzelausstellung in der Leo Castelli Gallery und Teilnahme an einer der ersten bedeutenden Pop-Art Kunstausstellungen "The New Paintings of CommonObjekts" im Pasadena Art Museum. Seine Arbeiten beziehen sich nun auf Mondrian und Picasso.
In den folgenden Jahren dann weitere Ausstellungen in Amsterdam, London, Paris, Turin, Los Angeles und New York, u.a. "Six Painters and the Object" im Guggenheim Museum. 1964 erstellt Lichtenstein Gemälde von Frauenköpfen aus Comics, 1965 Pinselstrich-Serien.
1969 arbeitet Lichtenstein für Hollywood, arbeitet an einem Film über Seelandschaften. In New York stellt er im Metropolitan Museum of Modern Art aus. In den Folgejahren erregt Lichtenstein immer wieder Aufsehen mit seinen Ausstellungen in USA, Europa und Japan. In einem Interview sagt er: „Die Welt ist draußen, Pop-Art schaut hinaus in die Welt.“
Roy Lichtenstein stirbt am 29.September in New York.

