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Zitat Wassily Kandinsky

WASSILY KANDINSKY


Wassily Kandinsky gehört zu den wichtigsten Künstlern und gilt als Maler des weltweit ersten abstrakten Bildes - etwa 1910 soll dieses erste gegenstandslose Aquarell entstanden sein.

Geboren wurde Kandinsky am 4.12.1866 in Moskau. Der Vater ein wohlhabender Teekaufmann, die Mutter von adliger Abstammung - Wassily wächst in einer kultivierten Familie auf und wird geprägt durch die elterlichen Neigungen zur Kunst und Musik. Schon in seiner Kindheit fällt eine besondere Begabung auf: Wassily kann aus dem Gedächtnis Bilder aus Museen malen und hat dabei ein ungewöhnliches Farbempfinden.

1871 zieht die Familie um nach Odessa, wo Wassily erfolgreich das Gymnasium absolviert. 1885 kehrt er nach Moskau zurück und schreibt sich an der juristischen Fakultät ein, studierte auch Nationalökonomie und Ethnologie.

1889 reist Kandinsky nach Paris, eine zweite Reise in die Stadt an der Seine folgt 1892. Drei Jahre später erlangt er sein Staatsexamen und beginnt eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent der Fakultät. Im selben Jahr heiratet er seine intelligente und gebildete Cousine Anna.

1896 wendet sich Kandinsky endgültig der Kunst zu. Es zieht ihn nach München und nicht nach Paris, dem damals künstlerischem Zentrum. Ausschlaggebend sind für ihn die guten kulturellen Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland. Er besucht hier die Malschule von Anton Azbe, lernt hier die Methoden der Grafik und nimmt Mal- und Zeichenstunden an der Schule von Franz von Stuck. Als Mitbegründer der Künstlervereinigung Phalanx veranstaltet er Ausstellungen mit Werken von Claude Monet, Toulouse-Lautrec und anderen Malern.




Von 1901 bis 1904 beschäftigt sich Kandinsky mit Farb- und Ölstudien, malt noch gegenständlich. In den folgenden Jahren ändert sich sein Malstil immer stärker - er ist auf dem Weg zur Abstraktion. Immer wieder nimmt er an Ausstellungen teil und schreibt 1909 seine berühmte Abhandlung Über das Geistige in der Kunst.

Im Oktober 1911 gründet er mit Franz Marc die Münchner Künstlergruppe "Der Blaue Reiter", ein bedeutender Moment in der Geschichte der Kunst. Der Gruppe schließen sich Paul Klee, August Macke, Gabriele Münter und andere an. Die Grupper verarbeitet künstlerische Erfahrungen und präsentiert einige bedeutende Ausstellungen.

1914 kehrt Kandinsky nach Ausbruch des ersten Weltkrieges nach Moskau zurück. Nach einer innigen Beziehung zu Gabriele Münter arbeitet er an grossformatigen Ölgemälden, verliert in den Folgejahren sein umfangreiches Vermögen nahezu vollständig. Er arbeitet inzwischen als Direktor des Museums für Malkultur und ist beteiligt an der Gründung zahlreicher Museen in der Umgebung Moskaus, malt kaum noch.

Ende 1921 reist er nach Berlin, wo ihm Walter Gropius eine Lehrtätigkeit am Bauhaus anbietet. In den folgenden Jahren entstehen Kandinsky's Meisterwerke wie zB Komposizion VIII, Gelber Kreis oder Gelb-Rot-Blau. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens arbeitet Kandinsky mit Kollegen wie Feininger, Klee, Muche und Schlemmer zusammen, wird geert durch seine erste Einzelausstellung in New York.

1925 arbeitet er am Bühnenwerk Bilder einer Ausstellung nach der Musik von Mussorgsky. 1933 zieht er nach Paris, freundet sich dort mit Joan Miro und Alberto Magnelli an. In den folgenden Kriegsjahren entstehen weitere bemerkenswerte Werke Kandinskys, die Anerkennung läßt jedoch nach.

Wassily Kandinsky stirbt am 13.12.1944 an einem Schlaganfall in Neuilly-sur-Seine bei Paris.